. / .Deutsch / Lyrik / lyrische Texte / Johann Wolfgang Goethe, Gedichte (1827) Stand: 18.06.2007 ↵
Gedichte (1827)
Gedichte sind gemalte Fensterscheiben!
Sieht man vom Markt in die Kirche hinein,
Da ist alles dunkel und düster;
Und so sieht's auch der Herr Philister:
Der mag denn wohl -verdrießlich sein
Und lebenslang verdrießlich bleiben.
Kommt aber nur einmal herein!
Begrüßt die heilige Kapelle;
Da ist's auf einmal farbig helle,
Geschicht' und Zierat glänzt in Schnelle,
Bedeutend wirkt ein edler Schein:
Dies wird euch Kindern Gottes taugen,
Erbaut euch und ergetzt die Augen!