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seit April '07

letztes Update:
23.05.2018

. / .Deutsch / Lyrik / lyrische Texte / Lyrische Wortspiele eigener Machart
Stand: 07.05.2012

Es gibt Phasen im Leben, die einen dazu verführen, es auch einmal mit eigener Lyrik zu versuchen.
Allerdings bin ich persönlich eher ein Freund traditioneller Lyrik; vieles an moderner Lyrik ist eher
Stammel-Look im Epischen oder allenfalls krass-fetziges Wortspiel: Die Kenntnis der alten Formen geht verloren.




sichtweise der dinge

sollte ich mich nicht vielmehr üben in geduld ?
besser noch in stoischer beharrlichkeit,
gar in demütiger hingabe und
ergebenheit einer einheit
voller widerspenstigkeit.

umfassende alles verschlingende, gleichsam
vielsagende antwort auf ein albernes nichts
von signalen einer bräsig bekannten
konvention, die nichts
bewirkt.


H. Wilczek


Sicht Der Dinge

der zweifel treibt sein spiel
der widerstand brüllt seinen part
die kritik heuchelt ihre überlegenheit
die ablehnung maßt sich unglaubliches an

wieder einmal ist es schaudernd schön sich messend anmaßend das maß maßgeblich den zu messenden maßstabsgerecht vor die stirn zu drücken und sich dabei
wohl zu fühlen - weshalb?


H. Wilczek


AN SIE

Aufhellt das Gemüt sich sehenden Blickes,
erfassend ein Bild unglaublicher Anmut,
getragen von lauterer Schönheit, die keiner gleicht,
erfassend ein lieblich Wesen, voll warmen, doch wachen Blicks.

Bestimmendes Wesen umrahmt von natürlicher Vollkommenheit,
die Schärfe erahnend, fast unmerklich verborgen,
jedwede Harmonie im Spiegel der Augen nur unvollkommen
die wahre Tiefe dieser zauberhaften Seele erkennen lässt.

Umfassend umschlungen der äußere Blick
sehend, wachsam und betörend.


H. Wilczek


demNächst

den schmerz zu ertragen ist nichts
verglichen mit der vorstellung
zu leben ein nichts.

Die sehnsucht zu leben sucht der
sehnende verbergend das ziel ohne
wahre hoffnung auf erlösung.

Die jedwede verantwortung
annehmend ist verlierend
ein Ziel, was zu erreichen
vielleicht sich Gelohnt.

Die Zukunft schon blass im
Erscheinen scheint trüber
Gestimmt, auch wenn die
Sonne Sommerlich Brüllt.


H. Wilczek


Irrlicht

Signale eines Irrlichts,
Gesendet und verendet.
Maske des Verstehens und
Tor der Verhüllung.
Vermeintlich Opfer,
Doch Täter zugleich.

Eine Frau - ein Kind -
Eine Späherin auf dem
Kreuzzug des angeblich
So Guten,
Verletzend und spannend.


H. Wilczek


Aufbruch

Auftürmt sich Stein um Stein
bunt geperlet himmelan,
beginnend an der Brandung Wogen
des blauen Meeres Zauberbogen.

Aufsteigt des Blickes Wunderstaunen
genährt durch Blüten voller Farben,
betörend Düfte zu versenden
um Tageslust nicht zu beenden.

Aufbricht der Sonne heller Strahl
erforschend Capris wundersam Idyll,
bereits bemüht zu spenden den Herzen
Wärme zu lindern verborgene Schmerzen.

Aufwacht verträumt aus Kind’s Paradies
schon naht der harschen Wirklichkeit,
sei es im Wasser, auf Erden, in Lüften,
Welle auf Welle, den Reiz zu vernichten.

Aufbäumt die Vision
sich gegen den Sturm,
das Licht zu bewahren
um Heil zu erfahren.


H. Wilczek


Zuneigung

Welch explosive Kraft,
Welch ungestümer Drang,
Verletzend mitunter,
Weil unkontrolliert!

Und dennoch:
Eruptiv-ekstatisch-den
Kern des Seins erahnend,
Tor zur Vereinigung der
Teile-Du- heraus-
Gebrochen aus der Liebe
Des Ganzen.

H. Wilczek


DU

Betörend und bezaubernd dem Manne
gegenübersitzend, gleichwohl ihn
einschätzend und für gut befindend,
sodass zu hoffen er vermag.

Erstaunt sieht er SIE und betrachtet
wohlwollend mit zunehmender Spannung
SIE, die in unglaublicher Schönheit den
Zauber ihrer feurigen Augen über ihn ergießt.

Wachend und hoffend er IHRE Hände umschließt,
erfahrend eine Wärme, die seine Seele ersehnt.
SIE ihn erfassend lieblich sein ICH küssend,
sodass unsterblich er sich verliebt


H. Wilczek


Wahn

ist es nicht ein wahn
zu glauben, alles sei vorherbestimmt
oder ist es eine illuson,
zu glauben, man entscheide selbst

das ist so, wie es ist
welch totschlag-
argument
so ist das

Traurigkeit gepaart mit
Freude, die vergangen
Ist sie und muss es so sein?
wenn nicht die sterbende Hoffnung
Erwacht

H. Wilczek


Gefallen

Glühend Fantasie verklungen,
Zerbrochen im Geäst der Missverständnisse,
Traurigkeit gepaart mit Rest
Sehnsucht

Verschollen die Begierde, die
Suche nach Zärtlichkeit und
Vollkommenheit erstickt im
Dickicht von Erwartungen.

Zaghaftes Glimmen, das
Feuerwertiges sucht, bevor es
erlöscht.


H. Wilczek